IFB GMBH BLOG

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Als Planungsbüro tragen wir höchste gesellschaftliche Verantwortung.

Differenzierte Einsichten und Erfahrungen aus über 30 Jahren Bauwesen – aus den

unterschiedlichsten Perspektiven – prägen unsere Arbeits- und Herangehensweisen.

Über diese ungewöhnlichen, neuen Wege informieren wir Sie hier.

Neue Impulse aus Indien:

 

Architektur-Studentin Ananya Talwar verstärkt unser Team für 6 Monate

HAMBURG

Ein halbes Jahr lang – von Juli bis Dezember 2018 – haben wir in unserem Büro ein neues Teammitglied: Ananya Talwar. Sie absolviert gerade den Bachelor of Architec-ture (B.Arch.) am Chandigarh College of Architecture, Chandigarh (Indien). Diese sechs Monate Praktikum sind ein wesentlicher Teil ihres akademischen Curriculums. Wir haben sie gefragt, welche Wünsche sie an die Zeit hier in Deutschland hat und welche Ziele sie sich für ihre Arbeit bei ifb gesetzt hat.

 

Warum wollen Sie in einem Architektur- und Ingenieurbüro arbeiten?

Was fasziniert Sie an diesem Beruf?

Ein Büro mit beiden Abteilungen (Architektur und Ingenieurwesen) wird mir mehr Klarheit darüber verschaffen, wie architektonische Konzepte und Entwürfe vor Ort umgesetzt werden. Mit diesem Verständnis habe ich bessere Werkzeuge zum Ent- werfen. Jeder Student sollte dies frühzeitig lernen. Der Architektur habe ich mein Herz geschenkt. Ich glaube daran, dass Architektur unbelebten, materiellen Objek- ten einen Sinn und Gefühle gibt. Ein Ziegel ist leblos, bis er ein Haus ist; dann ist er ein Gefühl und viel bedeutungsvoller.

Die Menschen leben und lieben Häuser, nicht Ziegel. Diese Kraft fasziniert mich am meisten an diesem Beruf: Räume zu schaffen, in denen Menschen ihre Gefühle ent- decken.

 

Warum haben Sie sich für IFB entschieden? Wie haben Sie IFB gefunden?

Ich war auf der Suche nach einem geeigneten Büro für mein Praktikum. So fand ich IFB im Internet und besuchte die Website: IFB hat eine Vielzahl von Projekten, ar- beitet mit internationalen Kunden und hat sogar eine freie Stelle für einen Prakti- kanten ausgeschrieben. Welch‘ ein Glück, dass ich ausgewählt wurde.

 

Was wünschen Sie sich für das Praktikum bei IFB?

Es wird sicherlich eine bereichernde Erfahrung sein, wenn man bedenkt, was uns die kulturellen Unterschiede lehren können. Ich möchte so viel wie möglich im Beruf lernen, während ich versuche, anderen ein Minimum an Unannehmlichkeiten zu be-reiten (die Sprachbarriere ist manchmal knifflig) :-D

Außerdem habe ich das Gefühl, dass das Verlassen meiner Komfortzone mich zu ei- nem besseren Menschen macht. Aber vor allem wird es ein berufliches und pädago- gisches Wachstum sein. Ich bin so dankbar für das Praktikum.

 

Welche Aufgaben übernehmen Sie bei IFB?

Zurzeit bin ich bei der Gestaltung und Präsentation von Zeichnungen behilflich.

 

An welchen Projekten haben Sie bereits gearbeitet?

Ich habe an einem Büroprojekt für globale Gießsilos gearbeitet und an den Präsen- tationszeichnungen für eine Renovierung für ein Lerninstitut mitgewirkt.

 

Was ist Ihr berufliches Ziel: Wie wird Ihre Karriere noch aussehen?

Ich denke, ich bin sehr jung und noch unerfahren, um ein festes Berufsziel zu haben: Wie viel weiß ich überhaupt schon über den Beruf?

Aber ja, ich bemühe mich um eine sinnvolle Architektur; eine, die uns an unseren Platz im Ökosystem erinnert. Räume verbinden und harmonisieren die Nutzer mit sich selbst und der Natur. Ich habe auch ein großes Interesse an unterirdischer Ar- chitektur, Museen und anderen Konzepten. Aber jetzt konzentrieren wir uns darauf, wie ich das Beste aus dem College-Leben machen kann.

 

Welche Unterschiede sehen Sie zwischen dem Ingenieurwesen in Ihrem Heimatland und hier in Deutschland? Was sind die Gemeinsamkeiten?

Es gibt ehrlich gesagt keinen großen Unterschied. Es gibt verschiedene Namen da- für, aber der Arbeitsstil ist ähnlich. Die Bautechniken sind etwas anders, wahrschein- lich wegen des Klimas. Hier machen wir Backstein-Doppelwände mit viel Isolierung. In Indien bauen wir auch in Ziegel und RCC (Reinfor-ced Cement Concrete), aber nicht mit so intensiver Isolierung.

Einen Unterschied kann ich konkret benennen: Hier sehe ich oft eine modulare Kon-struktion, das heißt, dass alle Fenster ähnlich sind und das Material der Konstruktion sind in der Regel Stahl und Ziegel. In Indien experimentieren wir derzeit mit vielen Materialien, wie z.B. Porenbetonsteinen, Lehm oder stabilisiertem Erdbau etc. Der Ziegel- und Stahlbau ist ähnlich, aber die Arbeit, das Management und die Maschi- nen sind hier unterschiedlich. Andere Unterschiede in der Technik sind vielleicht auf die Entwicklungsunterschiede zwischen Deutschland und Indien zurückzuführen.

 

Ein paar Gedanken über Ihre Familie: Haben Sie Geschwister? Was machen Ihre Eltern?

Nun, mein Vater ist praktizierender Architekt in Chandigarh und meine Mutter ist Lehrerin. Ich habe einen jüngeren Bruder, der ebenfalls studiert.

 

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für das Praktikum.

 

28. August 2018              Harriet Oerkwitz für ifb GmbH             Blog-Beitrag drucken

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